Mose und das Volk Israel unter dem Joch der Sklaverei

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Eindrücke von der Ökumenischen Kinderbibel(KiBi)-Nacht am 27. September 2013

Nicht erst das Geläut unserer Offenheimer Kirche, sondern bereits das Stimmengewirr ausknapp vierzig Kinderkehlen war ein eindeutiges Signal an die Nachbarschaft in der Untergasse: Die KiBi-Nacht kann beginnen! Gemeinsam mit Ingrid Schneider, Gemeindereferentin der katholischen Pfarrgruppe, dem Team aus Helferinnen und Helfern beider Konfessionen grüßte ich in die Runde fröhlicher und erwartungsvoller Kindergesichter. Unserer KiBi-Nacht-Tradition folgend losten wir die beiden "Glocken-" und "Kerzenkinder" aus. Diese betraten als erste die Kirche, um die Kerzen anzuzünden und die Glocken in Bewegung zu setzen. Unter dem Klang der Glocken zogen dann alle Kinder und das Helfer-Team in die Kirche ein.

Mit einem Rollenspiel wurden die Kinder in das Thema eingeführt: Der noch junge Mose (überzeugend gespielt von Lukas Schulz), als Findelkind an den Hof des Pharao gekommen, fängt an, über seine wahre Herkunft nachzudenken. Ihm wird bewusst, dass er eigentlich Israelit ist, also zu jenem Volk gehört, das unter dem Joch der Sklaverei der Ägypter lebt. Er wird wütend, als er erlebt, wie ungerecht und brutal sein Volk behandelt wird. Im Affekt erschlägt er einen ägyptischen Sklaventreiber und flieht. Bei seinem Schwiegervater Jitro findet er Schutz, wie Gemeindereferentin Schneider weiter zu erzählen wusste. Er hütete Schafe, als er die wundersame Erscheinung eines Dornbuschs entdeckte. Dieser brannte ohne zu verbrennen. In diesem Dornbusch erschien ihm Gott. Er erteilte Mose den Auftrag, ohne Furcht zum Pharao zurück zu gehen und von ihm zu verlangen, er möge die Israeliten freilassen. Diesen Auftrag verstärkten die Kinder mit dem berühmten, fetzigen Gospel "Als Israel in Ägypten war", mit der immer wiederkehrenden Aufforderung an den ägyptischen König "Lass es ziehn, mein Volk!"

Zunächst aber zogen die Kinder aus der Kirche, um in verschiedene Gruppen zu gehen. Diese befassten sich allesamt mit dem (nicht immer nur unangenehmen) Leben des Volkes Israel in Ägypten: Während in der einen Gruppe orientalische Lampen gebastelt wurden, stellten die anderen Buchzeichen aus echtem ägyptischem Papyrus her, die sie mit ihren Namen - natürlich in Hieroglyphenschrift! - versahen.

Wiederum andere bastelten an einem Bild mit dem im Schilfkörbchen liegenden Mose als Baby kurz vor seiner Rettung durch die Tochter des Pharao.

Zum Abendessen gab es dann eine leckere orientalische Linsensuppe und Kuchen zum Nachtisch. Danach versammelten wir uns am Lagerfeuer im Pfarrgarten, um noch einmal Ingrid Schneiders Ausführungen zum spektakulären Auszug des Volkes Israel aus der Gefangenschaft zu lauschen. Dies war für mich ein Highlight unserer KiBi-Nacht: erleben zu können, wie aufmerksam und gespannt die Kinder die Erzählung der alten biblischen Geschichte verfolgten.

Schließlich waren dann auch wir in Auszugsstimmung, so dass wir zu einer Nachtwanderung durch die Offenheimer Felder aufbrachen. Unter der Führung der beiden Konfirmanden Jonas Ackermann und Yanneck Krippeit, die im Rahmen ihres Konfi-Praktikums im KiBi-Nacht-Team mitwirkten, war unsere kleine Wanderung fast so spannend und aufregend wie die Wanderung des Volkes Israel selbst. Danach waren alle müde und eine ruhige Nacht in den Räumen unserer Kita so gut wie sicher.

Nach dem gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen trafen schon bald die ersten Eltern ein und wurden von ihren Kindern stürmisch begrüßt. Nicht nur den Kindern, auch uns Helferinnen und Helfern hat die KiBi-Nacht wieder einmal viel Freude bereitet.

Ein herzliches Dankeschön möchte ich Ingrid Schneider für die wieder einmal höchst zuverlässige und engagierte Zusammenarbeit aussprechen. Zugleich ein großes Dankeschön an das KiBi-Nacht-Team mit Jonas Ackermann, Tabitha André, Alexandra Busch, Ramona Eckert, Philine Faber, Maria Hartmann, Kers- tin Hofmann, Yanneck Krippeit, Leon Lamprecht, Elke Schäfer, Lukas Schulz und Carola Wahl!

Renée Born

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