Menschenfeindlich denken und handeln – nicht mit uns!

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Evangelische Frauen beziehen Position gegen Rechtspopulismus
Hannover, 28. Oktober 2016 – Angesichts verstärkter rechtspopulistischer Strömungen in Deutschland beziehen die Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) klar Position. „Wir nehmen es nicht widerspruchslos hin, dass rechtspopulistische Gruppierungen in unserer Gesellschaft Hass schüren," erklärt die EFiD-Vorsitzende Susanne Kahl-Passoth. Ängste und Sorgen vieler Menschen – zum Beispiel in Bezug auf Einkommen, bezahlbaren Wohnraum und gesellschaftliche Beteiligung, aber auch angesichts der Herausforderung der Integration zugewanderter Menschen – seien ernst zu nehmen. "Wir kritisieren ungerechte Verhältnisse ebenso deutlich wie die Instrumentalisierung von Ängsten für rechtspopulistische Ideologien", zitiert die Theologin aus einer Resolution, die die Mitgliederversammlung des Verbands verabschiedet hat.

In seiner Resolution zeigt der Frauendachverband der Evangelischen Kirche sich erschrocken, dass auch Christinnen und Christen nicht vor menschenverachtenden Haltungen und Handlungen gefeit sind. Umso mehr gelte es, in und mit Kirche und Diakonie entschieden einzutreten für die unantastbare Würde und die Menschenrechte aller Menschen, erläutert Angelika Weigt-Blätgen, die stellvertretende Vorsitzende des Verbands. "Die Situation fordert uns heraus, gegen Menschenfeindlichkeit und Gewalt jeglicher Art zu positionieren und uns in kirchlichen und gesellschaftlichen Bündnissen entschieden für Respekt und Toleranz sowie für den Schutz und die Verteidigung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit einzusetzen."

Hintergrund
Der Verband Evangelische Frauen in Deutschland e.V. (EFiD) mit Sitz in Hannover ist als Dachverband die Stimme evangelischer Frauen in Kirche und Gesellschaft. Die EFiD fördert und unterstützt die Arbeit von und mit Frauen in kirchlichen Bezügen und ermutigt Frauen, in der heutigen Welt als Christinnen zu leben. Mit frauenspezifischer Kompetenz und Sicht setzt der Verband theologische, spirituelle, sozialdiakonische und politische Impulse. Zu EFiD gehören 39 Mitgliedsorganisationen mit insgesamt rund 3 Millionen Mitgliedern.

Susanne Kahl-Passoth ist Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD). Die 67-jährige Theologin i.R. war elf Jahre Direktorin des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburgschlesische Oberlausitz (2002-2013), seit 2014 ist sie stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Frauenrates.

Angelika Weigt-Blätgen ist stellvertretende Vorsitzende der Evangelischen Frauen in Deutschland e.V. (EFiD). Die Leitende Pfarrerin der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen ist Mitglied der Synoden der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Evangelischen Kirche in Deutschland. Die 60-jährige Theologin ist auch Vorsitzende der Konferenz für Diakonie und Entwicklung und Mitglied des Aufsichtsrates des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung.

Evangelische Frauen in Deutschland e.V.
Berliner Allee 9-11
30175 Hannover Tel.: 0511 – 89 768 100
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www.evangelischefrauen-deutschland.de

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