Neue Gottesdienstzeiten - "Licht & Klang"

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Vierzehntäglich samstags 18 Uhr, sonntags 9 Uhr und 10 Uhr, im zeitlichen Wechsel in allen Kirchengemeinden

Diese Änderung berührt vor allem die Weinheimer Kirchengemeinde, da diese den bisher wöchentlichen Gottesdienstturnus verlässt. Neu für alle drei Kirchengemeinden wird der Samstagabendgottesdienst sein

 

"Licht & Klang": Ein neuer Gottesdienst zur neuen Zeit

Die Gottesdienste am Sonntagvormittag werden weiterhin in der gewohnten Weise gefeiert: Die „klassische“ Liturgie mit ihrem bekannten Ablauf und den vertrauten Gesängen, die viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer Gottesdienste auswendig mitsingen, gelegentlich erweitert durch Taufen oder die Feier des Abendmahls, und nicht zuletzt die Predigt prägen auch weiterhin unser gottesdienstliches Feiern am Sonntagvormittag.

Die Gottesdienste am Samstagabend begreifen die Kirchenvorstände als eine Chance, etwas Neues auszuprobieren. Wir haben die Hoffnung, dass die neue Gottesdienstzeit sowohl von den treuen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Gottesdienste angenommen, vielleicht sogar auch als eine Bereicherung erfahren wird, als auch von Menschen entdeckt wird, die am Sonntagvormittag zum Beispiel ausschlafen oder zu Hause im Kreis der Familie sein möchten. Wir möchten aber nicht nur etwas an der Gottesdienstzeit ändern, sondern zugleich auch an der Gestalt des Gottesdienstes. Dazu hat ein Ausschuss der Kirchenvorstände ein Konzept erarbeitet, welches die Kirchenvorstände in ihrer gemeinsamen Sitzung im Oktober – und zu meiner großen Freude einstimmig – beschlossen haben.

Das Konzept für unsere Gottesdienste am Samstagabend hat einen Namen: „Licht & Klang“.

Was ist damit gemeint?

Licht...

Dem Licht kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu, weil es wesentlich die Atmosphäre eines Raumes beeinflusst. Kirchenräume mit ihrer besonderen Architektur haben bereits eine ganz eigene Ausstrahlung. Diese soll mit Hilfe einer bewusst gewählten Beleuchtung hervorgehoben und beeinflusst werden. Welche Wirkung Licht gerade in einem historischen Kirchenraum entfalten kann, wurde vielen Menschen in herausragender Weise beim diesjährigen Rheinland-Pfalz-Tag in der Nikolaikirche, durch den Illuminationskünstler Jürgen Scheible vor Augen geführt. Das kann und soll für uns freilich kein Maßstab sein. Aber es hat auf eindrucksvolle Weise gezeigt, wie stark die Atmosphäre eines (Kirchen)Raumes vom Licht geprägt werden kann. Ein etwas bescheideneres Beispiel: Bei unseren Jugend-Gottesdiensten werden die Kirchenräume bereits seit einigen Jahren konsequent nur mit sog. Floor-Spots (auf dem Boden abgestellte Strahler, die die Wände und Decken unserer Kirchen in verschiedenen Farben anstrahlen) illuminiert. Das hat nicht nur bei den Jugendlichen, sondern auch bei vielen Erwachsenen positive Eindrücke hinterlassen. Auch bei den „Licht & Klang“-Gottesdiensten sollen unsere Kirchenräume von Floor-Spots erleuchtet werden. Sie sollen aber weder schrill (Jugend-Gottesdienst) noch das ganze Geschehen dominierend (Licht-Show) eingesetzt werden. Sie sollen den Kirchenraum in ein Licht hüllen, das die Atmosphäre angenehm prägt und ein neues Erleben des Kirchenraumes ermöglicht, was bei der Verwendung der fest installierten Beleuchtung so nicht möglich ist. Dabei wird auch das Licht der Kerzen mehr zur Geltung kommen. Bei all dem werden wir selbstverständlich auch darauf achten, dass unsere Kirchen so ausgeleuchtet werden, dass die Liedtexte in den Gesangbüchern gut gelesen werden können.

& Klang“

Mindestens so wichtig wie das Licht ist uns der Klang, in den unsere Kirchen „gehüllt“ werden. Mit anderen Worten: Die Musik spielt eine wesentliche Rolle in den „Licht & Klang“-Gottesdiensten.

Keine Frage: In jedem Gottesdienst spielt die Musik eine sehr wichtige Rolle, ganz besonders der Gesang der Gemeinde. Bei „Licht & Klang“ soll es aber zu einem besonderen Klang kommen, wenn die Gemeinde singt: Es werden mehr „moderne“ Lieder (zum Beispiel Pop, Lobpreis, Taizé), Lieder aus anderen Ländern und aus der Ökumene (zum Beispiel Gospels, aber auch traditionelle Lieder aus England, Frankreich u. a.) gesungen. Nicht nur die Orgel, sondern vor allem das Klavier (E-Piano) werden dabei zum Einsatz kommen. Anstelle der traditionellen liturgischen Gesänge (zum Beispiel „Herr, erbarme Dich“, „Ehre sei Gott in der Höhe“, „Halleluja“) werden Lieder gesungen, die diesen aber inhaltlich entsprechen.

Im Sinne dieser Vielfalt werden wir für alle drei Kirchen das im Jahr 2017 erscheinende Ergänzungsgesangbuch „EGplus“ anschaffen, welches von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) herausgegeben wird. Da unsere Kirchen mit viel Musik zum „Klang-Raum“ werden, wird die Predigt in den „Licht & Klang“-Gottesdiensten kürzer ausfallen, es handelt sich eher um eine Ansprache bzw. eine Meditation. Wie in den Gottesdiensten am Sonntagvormittag werden wir auch in den „Licht & Klang“-Gottesdiensten Taufen und das Abendmahl feiern.

Apéro“ anstelle Kirchen-Café

Das „Kirchen-Café“ nach den um 10.00 Uhr beginnenden Gottesdiensten wird von einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern unserer Gottesdienste sehr gerne besucht. Es ist einfach eine schöne Gelegenheit, nach den Gottesdiensten miteinander ins Gespräch zu kommen und Gemeinschaft zu pflegen.

In diesem Sinne haben wir uns überlegt, auch nach den „Licht & Klang“-Gottesdiensten zu einem Beisammensein einzuladen. Aufgrund der Tageszeit möchten wir dieses nicht „Kirchen-Café“ nennen. Wir nennen es „Apéro“ – zumal wir Rheinhessen ja aus historischen Gründen gewohnt sind, mit französischen Begriffen umzugehen. Der „Apéro“ findet in allen drei Kirchen in den Kirchen statt. Dazu werden wir an geeigneten Örtlichkeiten in den Kirchen Bistro-Tische aufstellen und alle weiteren Voraussetzungen schaffen. Wer einen Kaffee haben möchte, kann diesen freilich gerne bekommen. Aber es gibt eben auch einem „Apéro“ angemessene Getränke, wie zum Beispiel einen Kir Royal, und selbstverständlich auch alkoholfreie Getränke sowie ein paar kleine Snacks.


Herzliche Einladung zu "Licht & Klang" wie zu allen Gottesdiensten in unseren Kirchengemeinden!

 

Es ist offensichtlich: „Licht & Klang“ braucht mehr Menschen, die zum Gelingen der Gottesdienste beitragen, also nicht „nur“ den Pfarrer und den Kantor. Es braucht ein Team von Helferinnen und Helfern, die dafür Sorge tragen, dass alle zwei Wochen die Floor-Spots in der jeweiligen Kirche aufgestellt und die Vorbereitungen für den „Apéro“ getroffen werden. Aus den Kirchenvorständen haben sich bereits Helferinnen und Helfer gemeldet. Wir freuen uns dennoch, wenn unsere „Licht & Klang“-Gottesdienste weitere Freundinnen und Freunde fänden, die Freude an dieser neuen Form des Gottesdienstes haben und deshalb aktiv zu deren Gelingen beitragen möchten. Wenn Sie „Licht & Klang“ als Helferin oder Helfer unterstützen möchten, sprechen Sie bitte mich oder unsere Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher an.

Eric Bohn

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