Auf den Spuren der Stumms

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alt"Auf den Spuren der Stumms" wandelten die Teilnehmer am Gemeindeausflug von Offenhein, Erbes-Büdesheim und Weinheim. Mit einem vollbesetzten Bus ging die Reise in den Hunsrück, um zwei Orgeln der berühmten Orgelbauerfamilie Stumm zu besichtigen.

 

 



Der erste Teil der Reise führte zur evangelischen Kirche in Herrstein. Schon der Innenraum der Kirche beeinduckte die Teilnehmer; Presbyterin Walg führte sachkundig durch die Kirche. Kantor Rainer Groß ließ das einmanualige Orgelwerk, das gegen Ende des 18. Jahrhunderts gebaut wurde, klanggewaltig erklingen. Besonders die charakteristischen Flöten, ausdrucksvolle Gamben und gravitätische Zungenstimmen (Trompete und Vox humana) beeindruckten. Auch aus der Nähe betrachtet konnte das Instrument durch seine qualitätvolle und bis ins Detail restaurierte Grundsubstanz überzeugen. Besonders staunten die Teilnehmer über die nahezu geräuschlose Windanlage und das massive Eichenholzgehäuse mit den dahinter frei stehenden Pedalpfeifen.

Das zweite Ziel der Reise war die evangelische evangelischen Stephanskirche in Simmern. Der eindrucksvolle Kirchenraum beherbergt eine Stumm-Orgel aus dem Jahr 1782, die mit 27 Registern auf zwei Manualen und Pedal zu den größeren Werken der Hunsrücker Orgelbauerfamilie zählt. Kantor Joachim Schreiber konnte „seiner“ Stumm-Orgel eine schier unerschöpfliche Vielfalt an Klängen und Klangkombinationen entlocken, so dass die Ausflugsteilnehmer immer wieder aufs Neue erstaunt waren. Besonders gefielen die Flaut travers, die den Klang der Querflöte meisterlich imitiert, die mäjestätischen Prinzipale und die Trompetenstimmen auf dem beeindruckenden Fundament der Posaune, die noch original erhalten ist. Bei ausgeschaltetem Elektrogebläse kann der Orgelwind durch die drei hinter der Orgel befindlichen Keilbälge erzeugt werden, die nach Stummschen Vorbildern neu angefertigt wurden und einen ruhigeren Wind liefern, was die Klangschönheit einiger Register nochmals steigert. Die Orgel in Simmern, wie auch das Herrsteiner Instrument wurden in den letzten Jahren durch die Orgelbauwerkstatt Rainer Müller in Merxheim in vorbildlicher Weise instandgesetzt.Obwohl der Tag etwas verregnet war, ließen die schönen Klänge der Orgeln zumindest "innerlich" die Sonne scheinen.

Quelle: Evangelisches Dekanat Alzey

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